Ortsgemeinde
Veröffentlicht am
14.04.2026

Mehr Mountainbiker im Frühling: Waldbesitzer schlagen Alarm

Mit dem Beginn des Frühlings zieht es wieder zahlreiche Outdoor-Sportler in die Natur. Insbesondere das Mountainbiken erfreut sich wachsender Beliebtheit. Doch was für viele ein Ausgleich zum Alltag ist, sorgt bei Waldbesitzern zunehmend für Unmut. Immer häufiger werden Waldgrundstücke abseits ausgewiesener Wege befahren, mit spürbaren Folgen für Natur und Eigentum.

Nach Angaben von privaten Waldeigentümern häufen sich die Schäden an jungen Pflanzen und empfindlichem Aufwuchs. Gerade in der sensiblen Vegetationsphase im Frühjahr können bereits einzelne Fahrten abseits der Wege erhebliche Auswirkungen haben. Verdichtete Böden, zerstörte Setzlinge und neu entstandene Trampelpfade sind nur einige der Probleme, die durch das unkontrollierte Befahren entstehen.

„Viele Biker unterschätzen die Auswirkungen ihres Verhaltens“, heißt es aus Kreisen der Waldbewirtschaftung. Besonders kritisch sei, dass nicht nur bestehende Wege genutzt werden, sondern gezielt querfeldein gefahren werde, oft auch in Bereichen, die ausdrücklich gesperrt oder als Aufforstungsflächen gekennzeichnet sind.

Dabei gilt grundsätzlich: Das Betreten des Waldes ist erlaubt, das Befahren jedoch häufig nur auf dafür vorgesehenen Wegen. Waldbesitzer und Forstbehörden appellieren daher an die Vernunft der Sportler, Rücksicht auf Natur und Eigentum zu nehmen und sich an die geltenden Regeln zu halten. Gleichzeitig wird betont, dass es nicht darum gehe, den Sport grundsätzlich einzuschränken. Vielmehr müsse ein ausgewogenes Miteinander von Naturschutz, Eigentumsrechten und Freizeitnutzung gefunden werden.

Mit steigenden Temperaturen und längeren Tagen ist davon auszugehen, dass die Zahl der Mountainbiker in den kommenden Wochen weiter zunimmt. Umso wichtiger erscheint es, frühzeitig für ein stärkeres Bewusstsein im Umgang mit der Natur zu sorgen, bevor aus Freizeitvergnügen ein nachhaltiges Problem wird.

Christoph Jung
Ortsbürgermeister